evian - mogelpackung des jahres

Evian zur Mogelpackung des Jahres „gekürt“!

Gepostet am 13. Februar 2017 | Redakteur Mag. Markus Ruf | Kategorie Markenstrategie

Evian kostete 2016 plötzlich das Doppelte. Die Verbraucherzentrale Hamburg kürte das Mineralwasser deshalb zur dreistesten Mogelpackung des Jahres. Evian dürfte tatsächlich über die Stränge geschlagen haben. Allerdings ist das Pricing ein üblicher Bestandteil der Markenpositionierung.

Der Preis eines Produktes leitet sich bekanntlich nicht nur vom materiellen Wert und der Qualität ab. Viel wichtiger ist die Positionierung der Marke. Oft kostet daher ein und dasselbe Produkt, hergestellt vom selben Produzenten, ein Vielfaches.

Auf die Verpackung kommt es an

Im Consumer-Bereich wird im oberen Preissegment in der Regel auf ein eleganteres Package gesetzt. So ging auch die Erhöhung bei Evian mit einem Re-Design der Flasche einher.

 

Evian-Mogelpackung-2016-1-25LiterPack

 

Die Mineralwasser-Marke des Danone-Konzerns wollte mit dem wertigeren Erscheinungsbild in die Premium-Liga aufsteigen. Offiziell wurde die Preiserhöhung mit Nachhaltigkeit begründet. Sehr glaubwürdig waren die Argumente, so die Verbraucherzentrale, jedoch nicht.

Auch der Inhalt sollte stimmen

Ein höherer Preis muss nicht zwangsläufig eine Mogelpackung sein. Eine Marke, die sich zum Beispiel als innovativ positioniert hat, kann sich zurecht mehr erlauben. Und zwar dann, wenn hinter dem modernen Image eine tatsächliche Leistung steckt: Sobald das Unternehmen in Forschung und Entwicklung investiert, entstehen Mehrkosten, die verrechnet werden wollen.

Beispiel „Service“

Viele Kunden sind bereit, mehr zu zahlen, wenn der Service stimmt. Das gilt etwa für Kommunikationsanbieter oder im B2B-Bereich bei Produkten, die immer wieder Kundendienstunterstützung erfordern. Auch hier gilt: Die Positionierung (Service) hat Auswirkungen auf den Preis.

Beispiel „Jugendmarke“

Kürzlich haben wir bei Silberball eine Getränkemarke positioniert, die sich bewusst jung und frech ausrichten wollte. Damit war im Pricing die Richtung vorgegeben: Das Produkt durfte nicht zu teuer werden.

Beispiel „Nachhaltigkeit“

Auch echte Nachhaltigkeit kann ein Preis-Argument sein. Bei einem Mineralwasser, das in Einwegflaschen einen langen Transportweg zurücklegt, sind hier allerdings Zweifel angebracht. Deshalb sind wir bei Silberball froh, dass es an unseren Standorten gutes Leitungswasser gibt.

www.silberball.com

Link zur Verbraucherzentrale:
www.vzhh.de

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