Audi vs. Ford

FORD EDGE vs. AUDI S5

Gepostet am 24. Oktober 2016 | Redakteur Mag. Felix Steininger | Kategorie Markenstrategie

40 Mio. Pfund, acht Minuten, ein Charakterdarsteller namens Mads Mikkelsen in der zweiten Hauptrolle, eine beeindruckende Kulisse, spektakuläre Kameraeinstellungen und eine … ähm … Story, die so belanglos wie unpassend ist. Der „Branded Content“ für den neuen SUV des Autoherstellers Ford ist ein Beispiel dafür, wie Storytelling nicht funktioniert. „Le Fantôme“, so der Titel des Kurzfilms von Jake Scott, liefert Content, der nichts mit dem Produkt zu tun hat, der weder spannend, noch besonders unterhaltsam ist. Er setzt nur auf visuelle Überwältigungseffekte in der Art des Hollywood-Kinos und bietet keinen erkennbar zielgruppenrelevanten Inhalt.

Daneben der aktuelle AUDI-Spot für den S5, der in einem Satz erzählt ist und dabei – sagen wir es mal so – atemberaubend ist. Für den Spannungsaufbau reichen wenige Sekunden, die Atmosphäre ist dichter, der Twist am Ende besser und vor allem: punktgenau zur Positionierung passend. Die Audi-Technik positioniert sich gegenüber, wenn nicht sogar über der Natur. Ein Gegensatz, den jeder nicht nur verstehen, sondern fühlen kann. Spätestens nach diesem Spot. Dabei spielt es keine Rolle, dass der eigentliche Held nur wenige Sekunden im Bild ist.

Gewiss, Contentmarketing wird nicht zuletzt dank der steigenden Zahl der Online-Kanäle immer wichtiger. Dennoch gilt auch in dieser Disziplin ein Großteil der Regeln, die gute Werbung – und Kommunikation im Allgemeinen – ausmachen: ausgehend von der relevanten Positionierung eine passende Geschichte emotional in den wichtigsten Touchpoints zu erzählen. Silberball hilft übrigens mit einem eigens entwickelten Modell hier wie dort nicht von der Spur abzukommen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.