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Der Signature Move – die Krönung von Personenmarken

Gepostet am 1. September 2016 | Redakteur Mag. Felix Steininger | Kategorie Markenstrategie, Sprache

Was haben Angus Young von AC/DC, der King of Pop Michael Jackson, Schauspieler Jean-Claude Van Damme, Sprinter-Star Usain Bolt und – wenn auch einigermaßen unfreiwillig – der Fußballer Zinedine Zidane gemeinsam?

Wenn Sie die Überschrift dieses Blogbeitrags aufmerksam gelesen haben, wissen Sie es bereits. Sie alle verfügen über einen Signature Move. Eine Bewegung, die zu ihrem Markenzeichen wurde. Überblickt man die Vielzahl an Personenmarken, so fällt auf, dass es oft die bekanntesten Vertreter der jeweiligen Zunft sind, die einen Signature Move ihr Eigen nennen können. Und nicht nur das: Die markanten Bewegungsabläufe sind oft sogar zu einem integralen Bestandteil der Markenpersönlichkeit geworden. Was wäre ein Angus-Young-Gitarrensolo ohne Duckwalk, ein Michael Jackson Auftritt ohne Moonwalk, ein Van-Damme-Film ohne 360-Grad-Spinning-Kick oder ein Bolt-Sieg ohne „bolting“? Und was wäre ein Fußballprofi wie Zidane ohne seine legendäre Kopfnuss?

Eines ist sicher: Sie wären weniger in unseren Köpfen und Herzen.

Beispiele aus jüngerer Zeit gefällig?

  • Der Vettel-Finger.
  • Die Merkel-Raute.
  • Isländische Fußballfans klatschten ihre Fußballnationalmannschaft während der Fußball-EM von Sieg zu Sieg und sorgten so nicht nur für einen neuen Schlachtruf-Hype in den Stadien. Die überraschende und vulkanartige Wucht des isländischen Spiels hat in einer von einem „Huh“ begleiteten Klatschbewegung ihren authentischen Ausdruck gefunden.

Was entdeckt der strategische Markenberater in jedem einzelnen der oben genannten Fälle? Vier Dinge:

  • Erstens: eine unvergleichliche Positionierung (der Erste, die Ausgleichende, die Wikinger …)
  • Zweitens: eine Spitzenleistung (sportlicher, politischer oder künstlerischer Art etc.)
  • Drittens: eine emotionale Geschichte, die erzählenswert ist (So ist der Moonwalk der Breakdance-Szene der 80er Jahre entlehnt. Die „To-Di-World“ aka Bolting-Pose ist wohl inspiriert von Dancehall, einer populären Musik- und Tanzrichtung aus Jamaica. Vettels Jubelpose erinnert an einen schweren Unfall, die dem Heppenheimer beinahe den Zeigefinger gekostet hätte. Auch das isländische „Huh“ kennt zahlreiche Vorläufer …)
  • Viertens: die multisensorische Umsetzung – hier in Form eines Signature Moves

Es sind genau diese vier Zutaten, die eine exzellente Marke ausmachen. Egal ob Personenmarken, Unternehmensmarken, Arbeitgebermarken oder Produktmarken. Die Silberball-Methodik berücksichtigt jede dieser Komponenten und hilft so, Markenprofile aufzubauen und nachhaltig zu stärken.

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