Snapchat: hippes Medium für Content-Marketing

Gepostet am 14. November 2016 | Redakteur Mag. Felix Steininger | Kategorie Markenstrategie, Neue Geschäftsmodelle

Hellö tut es, Audi tut es, sogar das ARD-Jugendprogramm PULS tut es, Burberry tut es und der Standard tut es: sie snapchatten. Wie in den guten alten Spionage-Filmen zerstört sich die kurze Messaging-Nachricht nach dem Zu-Gemüte-Führen von selbst. Praktisch. Spannend. Hip!

Das Internet vergisst bekanntlich nichts – snapchat schon, und zwar nach 24 Stunden. Das macht den Messenger irgendwie sympathisch. Es grenzt ihn vom Narzissmus-Netzwerk Instagram ab, erzeugt durch die Verknappung einen echten Sog bei den Usern und vermittelt ein viel stärkeres Life-Gefühl.

Snapchat ist dank intelligenter Features der aufregendste Content und Storytelling Spielplatz der jüngeren Zeit. Seine Benützung stieg anfangs exponentiell – zumindest was die 2013 eingeführte Funktion „Geschichten“ betrifft. Im Gegensatz zu den Nachrichten vernichten sich die aus mehreren Bildern oder Videos bestehenden Geschichten nicht von selbst, nachdem sie vom User gesehen wurden. Sie können innerhalb von 24 Stunden mehrmals betrachtet werden. Eine andere Funktion sind Geo-Filter, um Bilder mit ortsspezifischen Gestaltungsvarianten auszustatten. Das ist ein interessanter Marketing-Aspekt, wenn man zum Beispiel eine Tourismusdestination ist.

Herausforderung für Marken

Snapchat-User waren im Jahr 2014 mehrheitlich unter 25 Jahre alt (71 Prozent) und weiblich (65 Prozent). Das schränkt die Attraktivität des Netzwerks für Marken mit einer abweichenden Kundenstruktur ein. Will eine Marke junge Leute in Echtzeit und Echtheit erreichen, bietet der Messenger ein spannendes Experimentierfeld. Und mit aktuell rund 150 Millionen aktiven Nutzern am Tag hat der Dienst sogar Twitter überholt.

Instagram verfügt neuerdings über ähnliche Funktionen wie Snapchat. Welche der beiden Social-Media-Plattformen für eine Marke in Frage kommt, ist eine strategische Entscheidung, die überlegt sein will.

Kommunikationskonzepte müssen haargenau auf das Medium abgestimmt sein. D.h. klassische Imagevideos sind bei Snapchat keine Option. Die Inhalte müssen die Vergänglichkeit, die Kürze der Nachrichten, die Zielgruppe und nicht zuletzt die Positionierung des Unternehmens berücksichtigen. Hier ist also Kreativität gefragt. Zudem gibt es noch keine Unternehmensprofile und die App ist im deutschsprachigen Raum erst im Kommen. Durch eine frühe Positionierung können Unternehmen derzeit noch zu relativ hoher Aufmerksamkeit gelangen. Da Snapchat seine Funktionen ständig erweitert und ausbaut, dürfte es bald weitere Features geben, die für Unternehmen und Marketingverantwortliche interessant sind.

Ohne das nötige Kleingeld sind auch mit Snapchat keine großen Sprünge zu machen. Influencer verdienen mit Snaps und anderen Social-Media-Beiträgen ihr Geld. Das kann je nach Reichweite fünfstellige Beträge kosten. Das macht Kooperationen mit Unternehmen sinnvoll, die bereits Content auf Snapchat zur Verfügung stellen. Hier gibt’s nähere Infos zu den (günstigeren) Werbemöglichkeiten: https://www.snapchat.com/ads

Ob und wie Snapchat Ihrer Marke nützlich sein kann, das überlegen sich die Online-Experten bei Silberball. Und keine Sorge: Dieser Blogbeitrag wird sich nicht von selbst zerstören.

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